Interview mit Thomas Doll im Immobilienmagazin

Interview mit Thomas Doll im Immobilienmagazin

JUNGER DEUTSCHER ZINSHAUSMARKT

Während der Markt in Österreich mehr als 100 Jahre alt ist, hat er sich in Deutschland erst in den 1950er Jahren etabliert, sagt Thomas Doll, Geschäftsführender Gesellschafter bei Treucon Real Estate GmbH.

Immobilien Magazin: Wie sieht der deutsche Markt im Vergleich zum Österreichischen aus? Thomas Doll: In Österreich gab es das klassische Zinshaus für Investoren praktisch schon seit mehr als 100 Jahren. In Deutschland wurden in den 50-iger Jahren und danach Immobilien meist zur Eigennutzung erworben. Erst die prägenden Unternehmerfamilien des deutschen Wirtschaftswunders fingen über ihre Vermögens-Verwaltungsgesellschaften und heutigen Family Offices dann kontinuierlich an, Zinshäuser ins Portfolio aufzunehmen. Antrieb dessen war die klare Erkenntnis, dass ein Zinshaus noch jede politische oder wirtschaftliche Unsicherheit überstehen wird. „Gewohnt wird immer“ – mit diesem Slogan sind viele Kinder in Unternehmerfamilien groß geworden, wenn die Patriarchen – statt zu konsumieren – ihr Geld in Zinshäusern angelegt hatten. Das wird heute übrigens sowohl in Österreich als auch in Deutschland noch immer genauso gesehen. Die Investoren stören sich in diesem Segment auch nicht an der deutschen Mietpreisbremse. Am Zinshaus geht dieser politische Eingriff weitgehend vorbei. Dies liegt auch daran, dass Bestandsmieten sowohl in Deutschland als auch in Österreich in Zinshäusern eher niedrig sind. Bei Neuvermietungen werden allerdings dann signifikante Mietsteigerungen erzielt. Das Problem ist nur, dass kaum jemand freiwillig auszieht.

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